

Historie der SG Gasseldorf
Herzlich Willkommen bei unserer SGG.
Die Geschichte der SG Gasseldorf
Der Sport in Gasseldorf
Die sportlichen Aktivitäten in Gasseldorf beginnen im Jahr 1927. Auf Betreiben eines in der Pfarrei Ebermannstadt tätigen Kaplans wurde in Gasseldorf im o. g. Jahr ein Schützenverein gegründet. Oberhalb der Burkardschen Keller (Wasserbauern) und in der Nähe des Dippold-Bierkellers wurde ein geeigneter Platz gefunden, um die notwendigen Einrichtungen schaffen zu können. Unter der Leitung des ersten Vorstandes Wilhelm Burkard wird ein aufgelassener Fuhrweg zu einer 50 m Schießbahn umfunktioniert. Im
darauffolgenden Jahr wurde sodann ein Schützenhaus errichtet. Der Schießbetrieb mit Kleinkalibergewehren und das Feiern auf dem Bierkeller machte den jungen Gasseldorfern viel Spaß, bis der Ausbruch des 2. Weltkrieges und die Einberufung der Schützen zum Wehrdienst dem Vereinsleben ein jähes Ende bereiteten. Nach Kriegsende, also 1945–47, waren mehrfache Versuche gescheitert, den Schützenverein wieder aufleben zu lassen. Das Schützenhaus verfiel zusehends, daraufhin verfügte der Gemeinderat den Abbruch des Hauses durch Versteigerung des Baumaterials im Jahre 1949.
Bedingt durch den Zustrom von Flüchtlingen aus den ostdeutschen Gebieten und dem Sudetenland kamen auch viele Sportler in unsere Gegend. So wurde auch in Gasseldorf ein Fußballteam (1946) unter dem Namen „Schwarz – Weiß Gasseldorf – Streitberg“ gegründet.
Gleichzeitig wurde auf dem Gelände am Weiher mit dem Bau eines Sportplatzes begonnen. Es wurde eine Schienenbahn gebaut, aus einem Steinbruch stammend, auf der von Hand geschobene Loren eingesetzt wurden, um die beträchtlichen Erdbewegungen bewerkstelligen zu können. Nachdem die Eigenleistungen der Mitglieder auf dem Bau sehr zu wünschen übrig ließen, entschloss man sich, zwei Arbeiter aus dem Flüchtlingslager Streitberg einzustellen. Der Punktspielbetrieb wurde unterdessen auf dem Sportplatz an der Wiesent in Ebermannstadt abgewickelt. Der Höhepunkt war natürlich das Derby gegen Ebermannstadt,
das in einer Staubschlacht mit 2:1 gewonnen wurde. Die Spielergehälter waren eine Brotzeit, ein weiteres Essen sowie ein Getränk. Vereinsinterne Streitigkeiten führten schließlich nach zweijährigem Bestehen zum Abspalten der Streitberger und zur Gründung eines neuen Vereines, den des „SV Neideck Muggendorf“. Damit war aber gleichzeitig der Bau eines Sportplatzes in Gasseldorf beendet. Das Areal wurde von der Gemeinde den in Gasseldorf wohnenden Flüchtlingen zur Anlegung eines Gartens zur Verfügung gestellt.
Im Jahre 1964 reifte im Gesangsverein Gasseldorf der Gedanke, das schon längst baufällig gewordene alte Gemeindehaus abzubrechen und durch den Neubau eines Mehrzweckhauses zu ersetzen, wobei für die Feuerwehr eine anderweitige Unterbringungsmöglichkeit hätte geschaffen werden müssen. Die Pläne hatten bereits die Genehmigungsphase durchlaufen, aber über die Finanzierung konnte trotz großzügigster Zuschusszusagen keine Einigung mit dem Gemeinderat erreicht werden. Damit aber war dieses Projekt gestorben. Und im darauffolgenden Jahre dann wurde das bis zum Frühjahr 1997 bestehende Gemeinde- und Feuerwehrhaus gebaut.
Die Sportgemeinschaft SG Gasseldorf
Durch Wegzug von Familien aus Gasseldorf und Gespräche mit den restlichen Garten- nutzern konnte 1968 vom Vorsitzenden des Gesangsvereins, Simon Weidinger, erreicht werden, dass das zur Anlegung eines Spielplatzes benötigte Gelände frei wurde. Mit der Genehmigung durch die Gemeinde wurde das Sumpfgelände durch Einbringen von Abbruch- und Aushubmaterial langsam aufgefüllt und trockengelegt.
In der Generalversammlung des Gesangsvereins am 20. Februar 1970 wurde vom Vorsitzenden Weidinger der Antrag gestellt, eine Sportabteilung dem Verein anzugliedern, was von der Versammlung mit großer Mehrheit angenommen wurde. Als Gründungsvorstand konnte Gerhard Burkard gewonnen werden. Als finanzielle Grundlage wurde vom Gesangsverein der neuen Sportgemeinschaft 300,- DM zur Verfügung gestellt. Weiterhin wurde beschlossen, dass alle Vereinsbeiträge der SG-Mitglieder in deren Kasse zur
Anschaffung von Sportgeräten und Kleidung verbleiben. Ab dem darauffolgenden Frühjahr wurde am Sportplatz kräftig weiter gearbeitet, wobei vor allem die Schulbuben kräftig mit Hand anlegten. Im Frühjahr 1971 wurde die Fläche angesät und mit einer kleinen Gartenwalze angedrückt, die Tore gebastelt und aufgestellt. Inzwischen erfolgte Anfang 1971 die Eingemeindung in die Stadt Ebermannstadt. Hatte man schon von der Gemeinde Gasseldorf mangels Masse keine finanzielle Unterstützung erhalten, so war es bei den Ebermannstädtern nicht anders. Also blieb nichts anderes mehr übrig: Eigenleistung! Der inzwischen in den Stadtrat als Ortsvertreter berufene Simon Weidinger eröffnete ein Spendenkonto für den Sportplatzbau und ließ alle von der Stadt erhaltenen Entschädigungszahlungen (bis 1975) darauf überweisen, denn damit konnten alle Auslagen abgedeckt werden, sodass aus der Vereinskasse kein Pfennig entnommen werden musste.
Das zeigt auch die Tatsache, dass in der JHV des Gesangsvereins am 19.02.1971 Gerhard Burkard von einem Kassenstand von 501,- DM berichten konnte.
Der neue Sportplatz „am Weiher“ erhielt am Samstag, dem 18. September 1971, durch Pfarrer Heine die kirchliche Weihe in einer ganz schlichten Form. Die offizielle Übergabe des Sportplatzes am Sonntag, dem 19. September 1971 erfolgte durch Bürgermeister Paul Lachmayer und einem anschließenden Fußballspiel „Alt gegen Jung“ um ½ Hektoliter Bier, das von der Jugend mit 6:3 gewonnen wurde.
Der Sportplatz wurde sehr gut genutzt durch wöchentliches Training und Fußballwettspiele, und jährlich wurde ein Grillfest mit entsprechendem Fußballspiel durchgeführt. Dabei wurde im sehr beliebten Elfmeterschießen (3 Schuss wie in einem Turnier) der Sieger ermittelt.
In den Folgejahren wurde auf dem stillgelegten Bahnkörper die Straßen-Ortsumgehung Gasseldorf–Unterleinleiter gebaut. Nach Fertigstellung derselben wurde in einem Schreiben des Straßenbauamtes und der Stadt Ebermannstadt aus Gründen der Sicherheit bei der Überquerung der Straße durch Kinder die sofortige Einstellung des Spielbetriebs gefordert. Auf Vorschlag des 2. Bürgermeisters Weidinger hin, dass sich die Gasseldorfer im Rahmen der Flurbereinigung um ein Ersatzgelände bemühen werden, wurde auf einen vorläufigen Vollzug verzichtet.
Das passende Gelände konnte bald gefunden werden, doch die Neuverteilung in Gasseldorf wurde aus verschiedenen Gründen Jahr um Jahr hinausgeschoben. Das veranlasste den Vorsitzenden des Gesangsvereins Weidinger im Frühjahr 1985 eine Skizze des beabsichtigten Bauvorhabens anzufertigen und nach Bamberg zur Flurbereinigungsdirektion zu fahren. Dort musste Weidinger erfahren, dass ein Vorhaben dieser Größenordnung nicht gefördert werden könne. Nach längeren Verhandlungen wurde
erreicht, dass wenn sich die Stadt Ebermannstadt zu gleichen Teilen an den Kosten beteiligt, man über eine eventuelle Realisierung reden könne. Diese Zusage konnte im Bauausschuss erzielt werden, sodass der Planungsvorschlag an ein autorisiertes Planungsbüro in Bamberg gegeben werden konnte. Unterdessen konnte mit Zustimmung des stellvertretenden Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Gerner durch Unterschrift der betroffenen Grundstückseigentümer eine vorgezogene Besitzeinweisung erreicht werden. Dieser denkwürdige Tag der Unterschriftenleistung der Eigentümer war am 01. Mai 1985 an Ort und
Stelle.
Es dauerte fast ein Jahr, bis die Planung und Genehmigung vorlag. Durch die Teilnehmergemeinschaft wurden verschiedene Firmen ermächtigt, dort Aushubmaterial abzulagern, welches für diesen Zweck teilweise vollkommen ungeeignet war. Nach Fertigstellung des Parkstreifens und des Spielplatzes, dieser leider ohne Drainage, waren fast sämtliche Fördermittel aufgebraucht. Durch eine nochmalige persönliche Vorsprache bei der Direktion in Bamberg wurde der Zuschuss nochmals aufgestockt, sodass auch der
Asphaltplatz gebaut werden konnte. Der Wegebau und die Grünmaßnahmen wurden aus anderen Töpfen der Flurbereinigung bezahlt. Eine nachträglich aufgetauchte Nachrechnung der bauausführenden Firma wurde zähneknirschend von der Stadt beglichen. Die Erstausführung des Ballfangzaunes zahlte ebenfalls die Stadt Ebermannstadt. Durch Spenden befreundeter Firmen und Zuschüsse aus der Kasse des Gesangsvereins waren die Beschaffung des Grassamens, der Eckfahnen, der Einzäunung am Tennisplatz, die Säulen und das Netz auf dem Tennisplatz sowie die Allwetter-Tischtennisplatte möglich. Das
Material für die Einfriedung des Spielplatzes wurde von einem Gasseldorfer Unternehmen gestiftet.
Die Einweihung des neuen Sportgeländes vom 05. Juli 1991 war ein großes Ereignis nicht nur für die Sportler, sondern für alle Gasseldorfer. Es wurde ein Tischtennisturnier für Schüler und Jugendliche durchgeführt, aus dem Klaus Burkard als Sieger hervorging. Ein großes Stammtisch-Fußballturnier, ein Fußballeinlagespiel, Schau-Tennis u.v.m. vervollständigten das Sportprogramm.
Der Höhepunkt aber war die Einweihung der Sportanlage durch Pfarrer Ismaier im Beisein vieler Ehrengäste. Eines möchte der Chronist bemerken: Wenn die Direktion des Amtes für Ländliche Entwicklung Bamberg und die Stadt Ebermannstadt nicht voll hinter dem Bauprojekt gestanden und entgegen der Vorschriften auch die Finanzierung übernommen hätten, wäre aller persönlicher Einsatz umsonst gewesen.
Die Sportgemeinschaft Gasseldorf hat nun eine so schöne Sportanlage mit einem großen Umgriff, die aber einer laufenden Pflege bedarf.
Im Frühjahr 1992 wurde die notwendige Erhöhung des Ballfangzaunes in Eigenleistung durchgeführt. Die Materialkosten in Höhe von 1.873,- DM wurden von der Stadt Ebermannstadt übernommen. Im März 1993 wurde durch eine Bauanfrage an die Stadt der Bau eines Sportlerheimes eingeleitet. Die eingereichte Planvorlage für das Haus auf dem vom Bauausschuss gewünschten Platz wurde vom Landratsamt auf Einwand des Wasserwirtschaftsamtes Bamberg und der Unteren Naturschutzbehörde abgelehnt. In einer Blitzaktion des Vereinsvorsitzenden Weidinger zusammen mit dem Leiter des Bauamtes beim Landratsamt
Forchheim, Regierungsdirektor Thiel, wurde ein etwas veränderter Standort festgelegt, die Pläne eigenhändig im Landratsamt umgezeichnet und binnen einer Woche die Genehmigung erreicht. Baubeginn war am 07. Oktober 1994 um 8.00 Uhr durch den Radlader der Firma Geck mit Gerhard Burkard im Beisein und unter Anleitung von Simon Weidinger. Der Rohbau des Hauses wurde im Frühjahr 1995 innerhalb von 6 Wochen in Eigenleistung erstellt.
Die Jahreshauptversammlung des Gesangsvereins Gasseldorf am 07. Dezember 1996 stimmte der beantragten Ausgliederung der Sportgemeinschaft aus dem Gesangsverein einstimmig zu. Das gesamte bewegliche Vermögen auf oder an der Sportanlage ging in Besitz der Sportgemeinschaft über.
Aufgrund seiner Verdienste um den Sport in Gasseldorf wurde am 15. März 1997 in einem Ehrungsabend der langjährige Vorsitzende des Gesangsvereins Simon Weidinger zum ersten Ehrenmitglied der Sportgemeinschaft Gasseldorf ernannt.
Die Vorstände der Sportgemeinschaft von 1970 bis 1997 waren:
Gerhard Burkard
Reinhold Herbst
Georg Henkel
Hermann Kronas
Am 22. Februar 1997 wird in einer Mitgliederversammlung der Verein „Sportgemeinschaft – SG – Gasseldorf“ gegründet.
Aufgezeichnet im Winter 1997/98 von Simon Weidinger
Aus unserem Archiv
Hier finden Sie einige Dokumente über die Geschichte unserer Sportgemeinschaft in Gasseldorf.

Der Bau unseres Sportheims

30 Jahre SG Gasseldorf







































